Schulangst überwinden

Schulangst belastet Kinder mehr als Erwachsene glauben

Am 18.5. hat die Schule wieder für die meisten Kinder begonnen. Viele freuen sich sehr darüber. Andere haben Probleme damit. Schon beim Gedanken daran, wieder in die Schule zu müssen, geht es ihnen schlecht. Sie leiden unter Schulangst. Das hatten sie meist schon vor Corona, nur jetzt wird es besonders deutlich. Manche sind negativ und haben Angst vor den Prüfungen, die jetzt eventuell noch auf sie zukommen. Andere wiederum haben Probleme mit Lehrern oder Mitschülern, wurden gemobbt und befürchten, dass das jetzt wieder losgeht. Egal was die Schulangst auslöst, sie belastet das Kind oft mehr als die Erwachsenen das von außen wahrnehmen. Deshalb sollte man Schulangst nicht auf die leichte Schulter nehmen und dem Kind helfen, diese Ängste zu überwinden und eine Lösung zu finden.

Schulangst oft lange verkannt

Schulangst tritt vor allem bei Kindern zwischen 10 und 15 Jahren auf. Manchmal beginnt sie aber schon in der Volksschule oder reicht noch bis in die Abschlussklasse. Schulangst äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise. Manche Kinder ziehen sich zurück und werden ganz still. Andere wiederum reagieren aggressiv, wenn sie auf Schuldinge angesprochen werden. Da sich Schulangst oft in schlechten Noten widerspiegelt, verlieren die Kinder irgendwann auch die Motivation zum Lernen, weil es eh nichts bringt. Häufig wird Schulangst von den Erwachsenen nicht sofort erkannt und das ’spezielle‘ Verhalten erstmal der Pubertät zugeschrieben. Das kann ungute Folgen haben. Die Eltern sagen vielleicht, dass das Kind faul ist und zu wenig tut oder reagieren mit Strafen, die das Kind als ungerecht empfindet. Kinder nehmen sich so was sehr zu Herzen, auch wenn sie es nicht immer zeigen. Und sie übernehmen diese Aussagen und glauben dann daran! Aber auch wenn Eltern versuchen, das Kind zu motivieren mit Aussagen wie ‚Du schaffst das schon.‘ kann das gerade für ehrgeizige Kinder, die sich sehr anstrengen, belastend sein, weil sie durch ihre Nervosität es eben oft nicht schaffen und glauben, die Eltern dann zu enttäuschen.

Schlechte Noten und Lernprobleme sind oft Folgen von Schulangst

Doch Schulangst ist weit mehr als eine vorübergehende, der Pubertät geschuldete Erscheinung. Im Gegenteil, Schulangst wächst sich nicht aus sondern kann sich im Laufe der Zeit sehr steigern. Meist fängt es damit an, dass das Kind vor bestimmten Situationen wie Schularbeiten, Stundenwiederholungen oder Referaten sehr angespannt und nervös ist. Oder es hat in der Klasse kaum Freunde und fühlt sich irgendwie nicht richtig wohl. Auch ein (vielleicht auch nur vom Kind so empfundenes) schlechtes Verhältnis zu einem oder mehreren Lehrern kann das Kind sehr belasten und Stress verursachen. Dann wird oftmals das Fach abgelehnt oder als schwer empfunden und das Lernen dafür wird zum Problem. (siehe auch ‚Lernblockaden lösen‘ und ‚Prüfungsangst überwinden‘).

Großer Leidensdruck durch Misserfolge

Wenn sich dann die Misserfolge häufen oder das Kind sogar von den anderen ausgelacht oder aus welchem Grund auch immer ausgegrenzt wird, der Lehrer persönliche Kommentare vor den anderen macht oder die Eltern über die schlechten Noten schimpfen, steigt der Leidensdruck der Kinder stark an. Sie fühlen sich hilflos, nicht verstanden und allein. Und das häufig in einer ohnehin schwierigen Entwicklungsphase, wo Kinder sehr empfindlich sind. Oftmals reagieren sie dann psychosomatisch und bekommen Bauchweh, Kopfschmerzen oder Übelkeit vor den belastenden Situationen. Manchen fällt es auch grundsätzlich schwer, zur Schule zu gehen. Sie sind immer häufiger krank und verpassen dadurch auch viel vom Unterricht. Das sind meist die Momente, wo die Eltern nach professioneller Hilfe suchen und sich an mich wenden.

Schulangst drückt das Selbstbewusstsein

Schulangst hat neben den körperlichen Beschwerden und den schlechten Noten auch negative Folgen auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins Ihres Kindes. Dieses häufige Gefühl des Versagens, der Hilflosigkeit und der vergeblichen Mühe nagt immer wieder am Selbstwertgefühl der Kinder und verunsichert sie immer mehr. Die Kinder sind frustriert, niedergeschlagen und entmutigt. Manche so verzweifelt, dass sie aufgeben und sogar die Schule abbrechen wollen. Alles andere ist ihnen lieber als das, was sie da erleiden. So ein Schritt ist natürlich eine legitime Option, hat jedoch auch Konsequenzen und zementiert vielleicht das Gefühl des Versagens in der Kinderseele, auch wenn es erstmal eine Entlastung verspricht.

Schnelle Hilfe ist möglich

Das muss nicht sein! Ich biete Ihnen / Ihrem Kind gezielte Unterstützung für genau diese Situationen an. Seit mehr als 15 Jahren bin ich spezialisiert auf die Themenbereiche Lösen von Ängsten, Unsicherheiten und Erfolgsblockaden und arbeite sowohl mit Erwachsenen zu all den vielfältigen Aspekten dieses Gebietes als auch mit Kindern aller Altersstufen – schwerpunktmäßig hier zu Problemen rund um die Schule und mit anderen. Durch meine jahrelange Erfahrung und den Einsatz von Methoden der modernen Kurzzeittherapie sowie des Mentaltrainings ist schnelle Hilfe möglich.

Rufen Sie mich an oder schicken Sie mir eine Mail und wir besprechen, wie ich Ihrem Kind helfen kann. Wenn wir jetzt beginnen, können wir schon positive Veränderungen noch in diesem Schuljahr erreichen!

Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Dörte Kaminski, MSc.

Psychosoziale Beratung & Coaching bei Ängsten, Unsicherheiten und Erfolgsblockaden